Sei es unsere sexuelle Funktionalität, unser Erleben von Lust und Freude oder auch unsere Identität als geschlechtliche Wesen (sei dies männlich, weiblich, nonbinär..). Die Sexualität ist etwas, was uns als Menschen auf unterschiedlichen Ebenen betrifft und bewegt.

Der sexualtherapeutische Ansatz Sexocorporel

Meist ist das, was wir tun, logisch. Das heisst nicht, dass es natürlich ist. Wir hören, Sexualität sei „das Natürlichste der Welt“. Diese Aussage ist falsch. Unsere sexuellen Fähigkeiten sind erworben und es steckt meist eine Logik dahinter, dass wir unsere Sexualität gerade so leben und erleben, wie wir das eben tun.

Das sexuelle Erleben gestaltet sich aus dem, was wir gelernt haben und was wir immer noch lernen. Das macht Sexualität zu etwas Veränderbarem, Gestaltbarem; kollektiviert aber auch unser Erleben, da wir je nach kulturellem Hintergrund, gesellschaftlicher Rolle oder körperlichen Eigenschaften die gleichen Erfahrungen machen.

Das Modell versucht, verschiedene Facetten von Sexualität zu erfassen und miteinander in Beziehung zu setzen. Im Sexocorporel wird der ganze Mensch mit seinem Körper, seinen Gefühlen, seinen Gedanken und seinem Beziehungsnetz als Einheit angesehen. Körper und Geist sind untrennbar verbunden.

Der Ansatz des Sexocorporels beinhaltet neben dem Gespräch zu einem Grossteil körperliche Übungen. Durch den Fokus auf den eigenen Körper können Muster bewusstgemacht und im besten Fall durchbrochen werden. Der Körper kann auf einer anderen Ebene kennengelernt werden und neue Formen des Erlebens werden möglich. Die Übungen ähneln in ihrer Form z.B. Yogaübungen oder Achtsamkeitsübungen.

Alle Übungen werden immer vollständig angekleidet durchgeführt und es finden während der Behandlung keine Berührungen statt.